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Neuigkeiten aus der Welt der Videospiele
Digitaler Games-Vertrieb boomt auf allen Plattformen
VioletFlame | 27.10.2009 | 0 Kommentar(e)
Der Online-Vertrieb von Spielen für PC und Spiele-Konsolen nimmt eine immer wichtigere Stellung ein und raubt dem traditionellen Einzelhandel zunehmend Marktanteile. Beim Handel von Mobile-Games und Casual-Games spielt der Online-Direkt-Verkauf bereits die dominierende Rolle. Aktuelle Fakten bestätigen dies und zeigen neue Facetten des Trend-Themas "Digitale Distribution" in der Spiele-Industrie. Erhoben wurden die Daten im Rahmen der Nationalen Gamer-Umfrage 2009 in Deutschland und identischen Umfragen in den USA und weiteren europäischen Märkten.

17 Prozent der Konsolen-Nutzer in Deutschland haben schon einmal ganze Spiele oder Extra-Levels über ihre Konsole heruntergeladen, 13 Prozent haben dafür bezahlt. Sechs Prozent der Konsolen-Nutzer geben an, dass sie beim Erwerb eines neuen Spiels dieses ausschließlich direkt über ihre Konsole bezahlen und per Download beziehen. Bei PC-Games ist die Zahl noch höher: neun Prozent der PC-Spieler in Deutschland kaufen und laden gewöhnlich direkt online die neuen Spiele herunter. Zahlen der identischen Umfrage in den USA unterstreichen das große Wachstumspotential in Deutschland. Denn im US-amerikanischen Markt liegt der prozentuale Anteil bereits bei 16 beziehungsweise 23 Prozent.

Laut der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 liegt der Anteil der Internetnutzer in Deutschland bei 67,1 Prozent, das bedeutet 43,5 Millionen der bundesdeutschen Erwachsenen sind online. Davon spielen 36 Prozent Konsolen-Games und 45 Prozent PC-Spiele. Für die Spieler in Deutschland ist der physische Handel nach wie vor die wichtigste Bezugsquelle von Games. 52 Prozent gaben an, ihre Spiele im Einzelhandel zu erwerben. Auch Online-Shops wie beispielsweise Amazon haben mit 31 Prozent eine wichtige Stellung im Markt. Dagegen erscheint der Anteil von 13 Prozent "Online-Shopper" relativ gering, doch diese Gruppe wächst rasant. Der prozentuale Anteil der Distribution von Spielen über Konsolen liegt bei der Xbox 360 bei 51 Prozent, bei der PS3 bei 48 Prozent und bei der Nintendo Wii sind es 21 Prozent.

13 Prozent der deutschen Bevölkerung spielt auf ihrem Mobiltelefon. Davon laden 45 Prozent neue Spiele direkt auf dieses herunter und bezahlen auch über das Gerät. Die enorme Reichweite von Casual-Games-Portalen diese nutzen 26 Prozent der deutschen Bevölkerung beruht darauf, dass die meisten Spiele gratis sind. Jedoch geben 21 Prozent der Nutzer von Casual-Games-Portalen an, dass sie Geld auf dem Portal investieren. In den USA, in denen Bezahl-Abos weit verbreitet sind, liegt die Zahl bei 33 Prozent. In Deutschland ist es gängiger, Online-Credits zu kaufen. Vier Prozent der deutschen Spiele-Portal-Nutzer kaufen häufig Premium-Games. Im Vergleich: in Großbritannien und den USA sind es sechs Prozent.

Der Verkauf ist nur ein Faktor im Bereich der digitalen Distribution. 14 Prozent der deutschen Konsolen-Spieler geben an, dass die Möglichkeit einer herunterladbaren Probeversion oder eines Demos ein ausschlaggebender Faktor bei ihrer Kaufentscheidung sind. Bei den PC-Gamern mit einem Onlinezugang liegt die Zahl bei 21 Prozent. 53 Prozent der PS3-Nutzer laden Video-Content über ihre Konsole herunter oder greifen über diese auf den Content zu. Bei den Xbox-Nutzern sind es 48 Prozent, bei den Nintendo Wii-Spielern 15 Prozent.

Schnell wachsende Segmente des Game-Marktes wie MMOs, Mobile-Games und Casual-Games-Portale beziehen bereits große Umsätze durch direkte Online-Zahlung. Mit der Hinzunahme von Konsolen- und PC-Spielen verschiebt sich die Umsatzgenerierung vom traditionellen Einzelhandelsverkauf hin zum Online-Kauf.

Peter Warman, Gamesindustry.com, erklärt: "Mit dem wachsenden Anteil an Games, die online gespielt und bezahlt werden, gibt es eine Möglichkeit, das Spiele-Geschäft deutlich besser zu analysieren, indem die Konsumenten direkt zu ihrem Spiele-Verhalten und ihren Investitionen befragt werden. Dies eröffnet der Industrie eine deutlich intensivere Marktforschung und Kundenkommunikation."
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