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Metro 2033

Artikel erstellt von am 01.04.2010
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cover
USK: 18
  • Entwickler: 4A Games
  • Publisher: THQ
  • Genre: First-Person-Shooter
  • Release: 16.03.2010
  • Spieler: 1
  • Medium: DVD
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So stark die Story auch ist, so gewöhnlich ist aber auch der eigentliche Spielablauf. Das ist aber nicht besonders schlimm, denn immerhin bietet euch Metro 2033 für rund sieben bis acht Stunden gehobenen Ballerspaß mit eingestreuten Horror-Einlagen. Allerdings ist euer Weg streng linear vorgegeben und auch die verschiedenen Aufgaben, die ihr während eurer Reise auferlegt bekommt, unterscheiden sich kaum. Eigentlich geht es nur darum, andere Überlebende zu retten oder einen Mutanten-Ansturm per Tunneleinsturz aufzuhalten. Nichts Besonderes also, aber durchaus spannend inszeniert, auch die Steuerung macht einen hervorragenden Eindruck und wurde perfekt an den Xbox 360-Controller angepasst. Auch wenn Metro 2033 ständig das Gefühl erzeugt, dass ihr alleine unterwegs seid, nur in den seltensten Momenten seid ihr dies auch wirklich. Meistens werdet ihr von verschiedenen Charakteren begleitet, die ihre eigenen Motive für die Durchquerung der U-Bahn-Schächte haben. Auch hier schafft es 4A Games, den Spieler sofort in seinen Bann zu ziehen, denn sämtliche Charaktere, selbst wenn sie nur ganz kurz an eurer Seite kämpfen, überzeugen mit einem tiefgründigen Charakterprofil und wirken nicht wie leblose Statisten, wie es in anderen Shootern so oft der Fall ist. Manchmal müsst ihr auch im Spiel kleinere Entscheidungen treffen, die zwar keine großen Auswirkungen auf das Gameplay haben, aber zu zwei unterschiedlichen Enden führen können.

Das Leben in den Schächten ist sicherlich kein leichtes Unterfangen, um hier überleben zu können, muss man schon auf ein großes Waffenarsenal zurückgreifen können. So darf natürlich auch Artjoms verschiedene Ballermänner wie die AK-47 oder Schrotflinten zu seiner Verteidigung einsetzen. Zu Beginn eurer Reise sind sämtliche Waffen allerdings noch recht uneffektiv, im Laufe der Zeit dürft ihr eure Schießprügel bei bestimmten Händlern aber stetig verbessern und erweitern. Bezahlt werden diese Extras übrigens mit einer wertvollen Patronen-Art. Ihr steht also immer wieder vor dem Dilemma, ob ihr die Munition besser verwendet, oder diese doch lieber für nützliche Erweiterungen ausgebt. Es gilt allerdings nicht nur neue Waffen und Erweiterungen zu kaufen, sondern auch Gasmasken-Filter. Ab und an verschlägt es euch auch an die Oberfläche, an der ihr nur dank der speziellen Filter überleben könnt. Diese verbrauchen sich aber nach der Zeit und können von euren Feinden auch zerstört werden. Ihr solltet die finsteren Mutanten also nicht zu nahe an euch ranlassen, da eure Filter sonst recht schnell mit diversen Kratzern und Rissen „geschmückt“ sind. Eure Armbanduhr verrät euch dabei, wie lange ihr noch den gerade verwendeten Filter benutzen könnt, bevor ihr diesen gegen einen neuen austauschen müsst. Auch wenn die Außeneinsätze durchaus zu gefallen wissen und der Abwechslung förderlich sind, die geniale Atmosphäre in den dunkeln Schächten wird hier zu keiner Zeit erreicht. Glücklicherweise werden aber 70 Prozent des Spiels in der Metro verbracht.

Wer Metro 2033 spielt, sollte eine gewisse Frust-Resistenz besitzen. Der Schwierigkeitsgrad ist leider etwas unausbalanciert und wird euch oftmals zur Verzweiflung treiben. Die Gefechte gegen menschliche Gegner gehen meist recht einfach von der Hand, die Gegner-KI erledigt zwar einen soliden, aber keinen überragenden Job. Hechtet ihr schnell von Deckung zu Deckung, sind eure Feinde meistens etwas überfordert und es sollte ein leichtes Spiel für euch sein, diese auszuschalten. Ganz anders sieht es hingegen mit den Mutanten aus, die mir nichts, dir nichts aus dem Dunklen angreifen. Nicht selten kommt es vor, dass urplötzlich Massen von „Schwarzen“ aus dem Hinterhalt angreifen und ihr euch in Sekundenschnelle zur Wehr setzten müsst. Das Problem hierbei ist aber, dass ihr meistens nur über einen gewissen Munitionsvorrat verfügt und ihr die mächtigeren Patronen zum Bezahlen braucht. Leider gibt es keinen richtigen Nahkampfangriff, wie es in anderen Shootern der Fall ist. Ihr könnt also nicht per Tastendruck mit dem Gewehrkolben auf eure Gegner eindreschen, wollt ihr in den Nahkampf-Modus wechseln, müsst ihr erst das Messer auswählen, was in der Hektik zu lange dauern kann. Wir können euch also versprechen, dass ihr des Öfteren ins Gras beißen werdet, was insofern auch ärgerlich ist, da ein freies Speichern nicht möglich ist und ihr immer wieder an den zumeist fair gesetzten Checkpoints starten müsst.

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